(Kein Titel)

Jede Stimme 2016 – Endlich Wahlrecht für ALLE Berlinerinnen und Berliner ???

Salon Interkulturell

Freitag, 2. Dezember 2011, 19:30 Uhr, Theater Aufbau Kreuzberg im Aufbau Haus; Prinzenstraße 85 F; 10969 Berlin

„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen … ausgeübt.“ Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 20 (2)

Aber wer ist DAS VOLK? Rund 470 000 Einwohner/innen ohne deutschen Pass leben in Berlin, zum Teil seit Jahrzehnten. Sie prägen nicht nur das kulturelle Gesicht der Stadt sondern machen rund 13% des Unternehmertums in Berlin aus, zahlen Steuern und sind von allen demokratischen Entscheidungen direkt betroffen ohne jedoch selbst an der wichtigsten Form der politischen Partizipation teilnehmen zu können: den Wahlen.

Diese Benachteiligung ist auch in Hinblick auf ein stärker zusammenwachsendes Europa nicht länger hinnehmbar. Viele europäische Metropolen wie Kopenhagen, London, Amsterdam oder Budapest haben bereits das Wahlrecht für ausländische Bürger eingeführt. Warum ist der Versuch zur Einführung des kommunalen Wahlrechts für Migrant/innen 2011 im Berliner Abgeordnetenhaus gescheitert? Was werden die Berliner Parteien tun, um das Ziel WAHLRECHT FÜR ALLE BERLINER/INNEN 2016! zu erreichen?

Mitwirkende:

Canan Bayram, MdA Bündnis 90/Die Grünen

Michael Freiberg, MdA CDU

Janika Hofmann, Jede Stimme e.V.

Rainer-Michael Lehmann, MdA SPD

Fabio Reinhardt, MdA Piraten

Hakan Tas, MdA Die Linke

Martin Wilhelm, Citizens For Europe e.V.

Frauenchor Bulgarian Voices Berlin

Dirigentin: Boryana Cerreti-Velichkova

Special Guest: Aneta Moutafchieva, Bulgarien

Moderation: Karin Hopfmann

Kosten: 1,50 Euro

Wahlergebnisse im Vergleich

Im Vergleich mit den aktuellen Zahlen von Infratest dimap verdeutlicht das Ergebnis der symbolischen Wahlen für BerlinerInnen ohne deutschen Pass noch einmal den Handlungsauftrag an die Berliner Parteien. (Angaben in Prozent)

Symbolische Wahlen in Berlin verdeutlichen Handlungsbedarf

Das Wahlergebnis, das noch wissenschaftlich ausgewertet wird, macht deutlich, dass Parteien die eine Wahlrechts- sowie auch Staatsbürgerschaftsänderung befürworten, bei Migrantinnen und Migranten klar vorn liegen. Das außerordentliche Engagement, das die mehr als 100 Vereine, Einrichtungen und Freiwillige für die symbolischen Wahlen aufgebracht haben, offenbart zudem die allgemeine Dringlichkeit des Querschnittsthemas Wahlrecht und fordert Konsequenzen hinsichtlich der Umgestaltung demokratischer Teilhaberechte. Denn derzeit gibt es in Deutschland Bürger verschiedener Klassen: Das volle passive und aktive Wahlrecht bleibt Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit vorbehalten. EU-Bürger dürfen jedoch aufgrund des Vertrags von Maastricht seit 1992 europaweit an Kommunalwahlen teilnehmen. Den sogenannten Drittstaatsangehörigen bleiben in Deutschland hingegen jegliche politischen Rechte vorenthalten und das egal wie lange sie hier leben.

Integrationsdebatte geht am Thema Partizipation vorbei

Verfolgt man die Integrationsdebatten wird oft vorschnell das Argument gebracht, wer über die Politik mitentscheiden möchte, solle doch Deutscher werden. Jedoch wird übersehen, dass es nach geltendem Recht gar nicht einfach ist, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen: Aufgrund der Optionspflicht muss die ursprüngliche Staatsbürgerschaft aufgegeben werden, was nicht mit jedem Herkunftsland ohne weiteres möglich und oftmals mit enormen Kosten verbunden ist, insbesondere weil dadurch auch rechtmäßige Erbschafts-, Renten- und Versicherungsansprüche verloren gehen können. Zudem hat die Aufgabe der Staatsbürgerschaft in manchen Ländern zur Konsequenz, das Einreiserecht zu verlieren, so dass ein Wiedersehen mit der Familie unmöglich wird. Insgesamt sind die finanziellen und psychosozialen Belastungen also sehr viel höher als gemeinhin vermutet.

Folgende Sitzverteilung würde sich ergeben:

Kann eine Demokratie auf Wähler verzichten?

Bislang sind die Regelungen in Deutschland im internationalen Vergleich trotzdem durchweg restriktiv. Sowohl in Hinblick auf eine doppelte oder gar mehrfache Staatsbürgerschaft als auch in Bezug auf ein kommunales Ausländerwahlrecht sind viele EU-Länder bereits wesentlich fortgeschrittener: Innerhalb der EU haben Drittstaatsangehörige in 15 Ländern auf kommunaler Ebene das Wahlrecht. In zwei Staaten, Portugal und England, gilt dieses Wahlrecht sogar für die nationale Ebene. Insofern gibt es gute Beispiele, die zeigen wie die Spannung zwischen den „neuen“ demokratietheoretischen Herausforderungen und den klassischen Prinzipien der deutschen Staatsrechtslehre aufgelöst werden könnte Es bleibt also zu hoffen, dass nicht mehr viele symbolische Wahlen notwendig sein werden. Bis dahin werden jedoch auch weiterhin für eine modernes und inklusives Wahlrecht eintreten.

 

Offizielles Endergebnis

Endergebnis Jede Stimme 2011

Mittwoch, 8. September 2011

Das Ergebnis basiert auf 2300 ausgezählten Stimmen von 79 Wahllokalen:

SPD

DIE LINKE

CDU

Bündnis90/

Die Grünen

FDP

BIG

Piraten

Sonstige Stimmen

38.0%

11,8%

7,9%

25,9%

2,3%

5,5%

3,6%

3,7%

Wir danken allen Vereinen, Freiwilligen und Förderern für Ihre die Unterstützung bei den symbolischen Wahlen.
Das Projekt geht weiter und wir werden das Thema Wahlrecht für Berliner ohne deutschen Pass auf die Agenden aller Parteien und in die kommende Koalitionsverhandlung bringen.
Wir stehen auch weiterhin für Ideen, Anregungen und Kritik zu Verfügung und planen die nächsten Projektschritte.
Die Ergebnisse für die einzelnen Bezirke werden im Laufe der Woche auf dieser Seite bekanntgeben.

Euer Team von Jede Stimme 2011
Citizens For Europe e.V. und Jede Stimme e.V.

Erste Hochrechnungen

Eine Woche lang hatten die Wahllokale in ganz Berlin geöffnet. Am Sonntag um 18:00 Uhr schlossen die letzten Wahllokale. Eine erste Hochrechnung, bei der die Stimmen von 2/3 der Wahllokale berücksichtigt werden konnten, gab es ebenfalls um 18:00 Uhr. Die Ergebnisse:

SPD: 38%
Bündnis 90/Die Grünen: 26%
Die Linke: 12%
CDU: 8%
BIG: 6%
Piraten: 3%
FDP: 2%

In Kürze werden wir mehr Informationen zur Auswertung bereit stellen.

Es geht los: 75 Wahllokale öffnen ihre Türen!

In den letzten Tagen ist die Begeisterung bei unseren Partnern noch gestiegen. 75 Wahllokale öffnen in ganz Berlin ihre Türen, um symbolische Wahlen für Berlinerinnen und Berliner ohne deutschen Pass durchzuführen. Alle Materialien, die zur Durchführung der Wahl notwendig sind, haben wir online gestellt. Auch die Liste der Wahllokale ist vollständig. Jedenfalls zum jetztigen Zeitpunkt, denn es melden sich immer noch spontan Entschlossene!

Als “Dankeschön” und als Wahlbestätigung für die Wähler einen Aufkleber.

Wir hoffen nun auf eine rege Teilnahme an den Wahlen. Wer noch Werbung machen möchte, kann eine E-Card versenden oder den Wahlaufruf an Bekannte und Freunde oder über eigene Verteiler schicken.

Euer Jede Stimme 2011 – Team

Wen wählen? Wahl-O-Mat gibt Informationen zu Parteien

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung ist seit heute online. Sollte es internetfähige Computer in Ihren Einrichtungen geben, kann der Wahl-O-Mat”  für Unentschlossene sicher eine interessante Unterstützung sein.
 
Was ist der Wahl-O-Mat?
Der Wahl-O-Mat ist ein Frage- und Antwort-Tool, das zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht.
Die Nutzerinnen und Nutzer werden dann ihre eigene politische Meinung anhand von 38 Thesen zu verschiedenen Themenfeldern der Landespolitik mit den Standpunkten der Parteien dazu vergleichen können. Durch Klick auf die “stimme zu”, “stimme nicht zu”, “neutral” oder “These überspringen” Buttons werden die eigenen Antworten mit den Thesen der Parteien abgeglichen, der Grad der Übereinstimmung mit den ausgewählten Parteien wird errechnet. Durch eine eigene Gewichtung kann man den Thesen ein besonderes Gewicht geben, die einem wichtig sind. Die gewichteten Thesen zählen doppelt. Das Wahl-O-Mat-Ergebnis zeigt dann alle Parteien in der Reihenfolge der Nähe zur eigenen Position. Da die NPD auch im Wahl-O-Mat enthalten ist und viele soziale Themen ebenfalls besetzt, empfehlen wir den Artikel auf der Seite der Bundeszentrale zur NPD: http://www.bpb.de/methodik/7WZNJR,0,Die_NPD_im_WahlOMat.html

E-Card als Wahlaufruf versenden

Unsere Postkarten werden in ganz Berlin verteilt. Jetzt gibt es auch die Möglichkeit, eine E-Card zu verschicken. Bitte schickt den Wahlaufruf an Eure Freunde und Bekannte! 

Link zu E-Card

Freiwillige Helfer gesucht!

Wir suchen noch dringend Freiwillige, die in der Woche vom 29. August bis zum 4. September Aktionen in den einzelnen Bezirken unterstützen können!

Wir brauchen Unterstützung in der Vorbereitung beim Bekanntmachen der Aktion (Flyer verteilen, in eigenen Netzwerken bekannt machen, über Blocks, Facebook o.ä.!).

Besonders benötigen wir aber Hilfe während der Wahlwoche, z.B. als Wahlhelfer, bei den mobilen Teams, die mit Bus-Wahllokalen unterwegs sind oder auch ganz einfach nur, um Material zu transportieren.

Falls Ihr an einem oder mehreren Tagen Zeit und Lust habt, meldet Euch bitte bei Evgeniya Gataulina (gataulina@JedeStimme2011.de ) und/oder Laura Kolland (kolland@CitizensForEurope.org , 030-20 93 466 30).

Wir landen alle Interessierten zu unserem Koordinationstreffen am 17. August ein und bieten für alle Freiwilligen einen Stammtisch mittwochs um 19 Uhr in der Cosmo-Lounge (Ziegelstrasse 28, Berlin Mitte) an.

Macht mit und kämpft für ein Wahlrecht für alle Berliner und Berlinerinnen!

Koordinationstreffen 17.08.2011, 18:30 Uhr, Ziegelstr. 11, 10117 Berlin

Wahlrecht für alle!

Unter dem Motto „Wahlrecht für alle!“ startet am 15.08.2011 die Kampagne „Jede Stimme 2011“ für die Einführung des Wahlrechts für EU-BürgerInnen und Drittstaatsangehörige auf Landesebene.

Wir laden zum zweiten Koordinationstreffen der Kampagne “Jede Stimme 2011″ ein.

Wie auch beim letzten Mal wird das Treffen am 17.08.2011 im 2. Stock der HU-Berlin in der Ziegelstr. 11, 10117 um 18:30 Uhr stattfinden.

Im Vorfeld der Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin organisieren wir symbolische Wahlen vom 29.08. bis 04.09.2011 und Diskussionsveranstaltungen für die 460.000 BerlinerInnen ohne deutschen Pass. Diese Menschen sind von der Wahl am 18.09.2011 in Berlin ausgeschlossen, weil sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Drittstaatsangehörige haben zudem, anders als EU- BürgerInnen, auch kein Wahlrecht auf Bezirksebene.

Auf dem zweiten Koordinationstreffen werden Flyer, Poster, Postkarten und Infomaterialien verteilt, auch für die Werbung in den einzelnen Wahllokalen. Darüber hinaus gibt es ein Update zu den Terminen in den einzelnen Bezirken. Genauso können letzte Fragen zur Durchführung geklärt werden.

Zur Anmeldung geht es hier.

Euer Jede Stimme 2011 Team

Jede Stimme 2011 – Ein Bündnis für Berlin!

Titel

Design by Samuel Gieben

Die Kampagne “Jede Stimme 2011″ gewinnt an Fahrt! Inzwischen haben wir Zusagen von über 30 Wahllokalen aus ganz Berlin, auch in Ihrer Nähe. Hier finden Sie Informationen zu Adressen und Öffnungszeiten. Ansprechpartner sind dort ebenso zu finden wie Ankündigungen zu unseren Veranstaltungen sowie die von unserer Partner.

Nach wie vor sind alle Hintergrundinformationen und Flyer in 11 verschiedenen Sprachen auf der Website zu finden. Wir bedanken uns schon jetzt bei unseren Bündnis- und Projektpartnern und den vielen Freiwilligen für ihr tatkräftige Unterstützung bei der Planung und freuen uns auf einen heissen Herbst!

Euer Jede Stimme 2011 – Team

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